Milchkühe

magazin_kleinUnsere Milchkühe – unsere besten „Mitarbeiterinnen“ – werden im Laufstall gehalten und haben vom Frühjahr bis zum Herbst selbstverständlich Weidegang, um frisches Gras fressen zu können. Unser Futter produzieren wir nahezu vollständig auf eigenen Wiesen und Äckern in Bioland-Qualität. Unsere Milch liefern wir an die Biomolkerei Söbbeke, die mit einem vielfältigen Produktsortiment – von Frischmilch über Joghurte bis hin zu Käsespezialitäten – in Bioläden und Käsetheken auch in Ihrer Nähe vertreten ist.

In der Ausgabe 09/2011 von „bioland – Fachmagazin für den ökologischen Landbau“ ist ein Bericht über unseren Betrieb erschienen. Unter dem Titel „Blickpunkt Tierzucht – worauf Bio-Züchter besonderen Wert legen“ geht der Artikel u.a auf Zuchtziele und genetische Hornlosigkeit ein. Der Artikel kann hier heruntergeladen werden.

genetische Hornlosigkeit

Als wir im Jahr 2006 neben unserer rotbunten Milchrasse eine Zucht mit Fleischrindern aufbauten, stand von vornherein fest, dass es eine hornlose Rasse sein sollte. Wir wollten den Kälbern und uns das Enthornen ersparen. Wir entschieden uns für Herefords, die neben der Hornlosigkeit noch weitere positive Merkmale aufzuweisen hatten.

Nachdem die ersten hornlosen Hereford-Kälber geboren waren, kam sehr schnell der Wunsch auf, auch bei unseren Rotbunten auf die unangenehme Enthornung verzichten zu können. Da aus Gründen der Sicherheit und Vermarktung von Zuchttieren behornte Tiere keine Alternative waren, gab es nur den Weg der konsequenten Hornloszucht. Seit 2008 setzen wir deshalb ausschließlich Besamungsbullen mit dem Merkmal der genetischen Hornlosigkeit ein. Da das Hornlos-Gen dominant vererbt wird, setzt sich die Hornlosigkeit in unserer Herde mit jedem Kalb mehr und mehr durch.

Herde

Unsere rotbunte Holstein-Herde basiert auf bewährten Kuhfamilien, die jahrzehntelang auf die typische rotbunte Rasse münsterländischer Prägung zurückreichen. Wir haben die Umzüchtung auf Holsteins behutsam vorgenommen, um Körpersubstanz, Stärke in der Vorhand, breite Becken, klare Fundamente und vor allem auch gute Euteranlagen mit hoher Milchleistung zu verbinden.

Durch den Einsatz bester Vererber sind wir ständig bemüht, die Merkmale zu verbessern und haben uns mit der Hornloszucht ein weiteres Ziel gesetzt.

Alle Kälber werden aufgezogen und stehen in der Regel nach 12 Monaten als Zuchtbullen bzw. nach 24-26 Monaten als abgekalbte Färsen zum Verkauf. Schon die Jungtiere werden früh an eine hohe Grundfutteraufnahme herangeführt, da dies die Entwicklung positiv beeinflusst und eine wichtige Grundlage für unsere Grundfuttertypen-Milchkühe ist.

Zuchtbullen

Mit dem auf unserem Hof geborenen rotbunten HF-Bullen Primus P steht zum ersten Mal ein genetisch hornloser Bulle im Besamungsangebot, der auf einem Bio-Betrieb aufgezogen wurde. Damit ist die Hornlosgenetik vom Biolandhof Frölich für den Besamungseinsatz bei der Firma Göpel Genetik verfügbar. Leistungs- und Eutervererbung sowie großrahmige Nachkommen sind besondere Merkmale dieses Premium PP Sohnes aus einem alten, leistungsstarken Mutterstamm.

Weitere Informationen auf dieser Seite bei Göpel Genetik.

  • Primus P (Züchter: Franz Frölich)